Guthabenkonto

Guthabenkonto ohne Schufa

Ein Guthabenkonto ist die Lösung für Menschen mit negativer Bonität.

Herzlich willkommen bei Guthabenkonto.net. Bei uns erhalten Sie Informationen zum eröffnen eines Girokontos bei negativer Bonität oder vorhandenen Schufa Einträgen. Neben Fachartikeln zum Thema geben wir auch Empfehlungen für günstige und gute Angebote für Guthabenkonten (auch Basiskonten oder Zahlungskonten genannt) bei verschiedenen deutschen Banken.

Guthabenkonto eröffnen: Unsere Empfehlung

Momentan empfehlen wir das Norisbank Guthabenkonto. Es überzeugt durch gute Service-Leistungen und kann unkompliziert online eröffnet werden. In unserem Guthabenkonto Vergleich stellen wir es den Angeboten anderer Banken gegenüber.

Vom Jedermann-Konto zum Guthabenkonto

Ob Miete, Gehaltseingang oder Rechnungen, wer finanzielle Transaktionen abwickeln muss und über kein Girokonto verfügt, der steht in Deutschland auf verlorenem Posten. Eine Existenz ohne Girokonto ist für den Menschen des 21. Jahrhunderts ebenso schwer vorstellbar wie ein Dasein ohne Telefon. Dennoch ist es keine Selbstverständlichkeit, dass jeder Bundesbürger über ein Girokonto verfügt.

Bereits im Jahr 1909 wuchs die Erkenntnis, dass jeder Bürger die Möglichkeit haben sollte, bargeldlose Zahlungen zu tätigen. Daher wurde damals in Deutschland der Postscheckdienst eingeführt. Dieses Recht auf ein sogenanntes Jedermann-Konto endete allerdings im Jahr 1995 mit der Privatisierung der Postbank. Im selben Jahr folgte eine „freiwillige Selbstverpflichtung“ der Kreditinstitute für ein „Girokonto für jedermann“, das als Guthabenkonto oder Basiskonto in die Umgangssprache eingegangen ist.

Mit der Selbstverpflichtung wollten die Banken einen vom Gesetzgeber geplanten Rechtsanspruch verhindern. Bei dieser Selbstverpflichtung ist es im Prinzip bis heute geblieben. Im Jahr 2010 hat der Gesetzgeber lediglich das Pfändungsschutzkonto (P-Konto) eingeführt. Wer bereits über ein Girokonto verfügt, hat demnach den Rechtsanspruch, dieses Konto auf ein P-Konto umzustellen. Dadurch wird das Konto bis zu einer bestimmten pfändungsfreien Summe vor dem Zugriff von Gläubigern geschützt.

Bei negativer SCHUFA kein Dispo

Schufa

Mit einem negativen Schufa Score erhält man ggf. keinen Dispo Kredit. Ein Guthabenkonto kann man aber trotzdem eröffnen.

Wer ein Girokonto eröffnen will, muss den Nachweis seiner Bonität erbringen. Das geschieht in der Regel über eine Abfrage bei der Schufa. Wenn dort negative Einträge wie zum Beispiel nicht bezahlte Handyrechnungen oder Kreditraten stehen, wird die Bank die Eröffnung eines Girokontos verweigern. Mit einem Girokonto ist meist auch die Einräumung eines Dispokredits verbunden, dessen Zinsen höher sind als der übliche Zinssatz für einen „normalen“ Kredit. Bei einem Kunden mit einem negativen Schufaeintrag hat die Bank Zweifel an dessen Bonität und vergibt keinen Dispokredit. Für die Bank entfällt diese wichtige Einnahmequelle. Aus ihrer Sicht decken die Kontoführungsgebühren sich nicht mit dem Aufwand im Rahmen der bankinternen Kosten-Nutzen-Rechnung.

Für die Bank ist nicht nur der fehlende Gewinn durch Dispozinsen ein Verweigerungskriterium. Ebenso spielt es eine Rolle, dass bei dem Kunden kein entsprechendes zinsloses Guthaben zu erwarten ist. Somit verweigert das Kreditinstitut die Einrichtung eines regulären Girokontos. Um trotzdem am Zahlungsverkehr teilnehmen zu können, bleibt dem Kunden als Ausweg das Guthabenkonto. Seit April 2014 liegt ein Beschluss des Europäischen Parlaments vor, der allen EU-Bürgern einen gesetzlichen Anspruch auf ein „Basis-Girokonto“ ermöglicht.

Dieser Anspruch gilt auch für Menschen, die ohne festen Wohnsitz sind. Er soll allen Menschen im EU-Raum die „Teilnahme am wirtschaftlichen und sozialen Leben“ gestatten. Wie dringlich diese gesetzliche Regelung ist, belegen die Angaben der EU-Kommission. Demnach haben aktuell 58 Millionen Menschen kein Konto. Zur Umsetzung der EU-Vorgabe in nationales Recht haben die Mitgliedsstaaten 24 Monate Zeit. Auch in Deutschland greift die „freiwillige Selbstverpflichtung“ nicht beziehungsweise nicht ausreichend. Laut EU soll es 670.000 Bundesbürger ohne eigenes Konto geben. Wer ohne eigenes Konto zum Beispiel Zahlungen von der Arbeitsagentur erhält, der bekommt diese per Zahlungsanweisung mit der Post zugestellt und löst sie bei der Postbank ein. Für diesen Service muss die Arbeitsagentur rund elf Millionen Euro jährlich aufwenden.

Guthabenkonto trotz SCHUFA Einträgen

Negative Schufa Einträge und die Privatinsolvenz sind ein Problem, von dem viele Deutsche betroffen sind. Der aktuelle Kreditkompass nennt die Zahl von 7,2 Millionen Menschen, die in Deutschland einen negativen Schufaeintrag haben. Hier ist oft das Guthabenkonto oder das Bürgerkonto, wie es von den Sparkassen bezeichnet wird, die einzige Alternative, um Rechnungen und Miete bargeldlos begleichen zu können. Ein Guthabenkonto läuft, wie der Name es ausdrückt, nur im Haben. Das schließt grundsätzlich einen Dispokredit aus. Vergleichen lässt sich ein Guthabenkonto mit einer Prepaid-Karte für das Handy, wo nur der Betrag vertelefoniert werden kann, der beim Kauf der Karte bezahlt wurde. Durch die Kreditsperre ist es bei einem Girokonto ohne Schufa ausgeschlossen, dass eine Minussumme aufläuft.

Wer es gewohnt ist, mit seiner Kontokarte in Geschäften bargeldlos zu zahlen, der muss bei einem Guthabenkonto darauf verzichten. Dieses Funktion ist von vornherein ausgeschlossen. Auch deshalb, um den Kontoinhaber vor Käufen zu schützen, die sein Konto unangemessen belasten könnten. Deshalb ist mit einem Guthabenkonto auch nicht der Erhalt einer regulären Kreditkarte verbunden. Manche Banken bieten eine Kreditkarte an, die ebenfalls nur auf der Prepaid-Basis genutzt werden kann.

Mit seiner Kontokarte kann der Inhaber eines Guthabenkontos an allen Geldautomaten Bargeld abheben, sofern sein Konto die entsprechende Deckung aufweist. Auch Lastschriften und Abbuchungen aller Art werden von den Bank nur dann ausgeführt, wenn der entsprechende Betrag auf dem Konto vorhanden ist. Das gilt selbstverständlich auch für sämtliche Überweisungen, die der Kontoinhaber tätigen will.

Guthabenkonto kostet Gebühren

Guthabenkonto ohne Gebühren

Ein gebührenfreies Guthabenkonto gibt es nicht, Abieter wie die Norisbank sind aber sehr günstig.

Ein Konto trotz Schufa Einträgen ist nicht gebührenfrei zu haben. Die Höhe der Gebühren variiert von Institut zu Institut. Die Sparkassen verlangen den gleichen Gebührensatz wie für ein normales Girokonto. Ein Guthabenkonto ohne Gebühren gibt es in Deutschland momentan nicht. Wer über sein Girokonto nicht mehr verfügen kann oder kein Konto hat, der sollte eine Bank oder Sparkasse in seiner Nähe aufsuchen, bei der er keine Schulden hat. Statt den Antrag auf Eröffnung eines Guthabenkontos mündlich zu stellen, empfiehlt sich die schriftliche Beantragung. Der Antragsteller hat dann im Falle einer Ablehnung zumindest die Ablehnungsgründe schriftlich vorliegen.

Bei der Eröffnung eines Kontos für Jedermann dürfen weder die Höhe der monatlichen Einnahmen noch deren Art eine Rolle spielen. Wer demnach Arbeitslosengeld oder Sozialleistungen bezieht darf deswegen von dem Kreditinstitut nicht abgelehnt werden. Des Weiteren hat der Zentrale Kreditausschuss (ZKA) den Banken empfohlen, auch keine Antragsteller abzulehnen, die bei der Schufa negative Einträge haben. Antragstellern wird geraten, bereits beim Antrag auf Eröffnung eines Guthabenkontos auf sämtliche Negativmerkmale bei der Schufa hinzuweisen. Dabei sollte auch die Selbstverpflichtungserklärung des ZKA erwähnt werden. Wenn beim Antragsteller ein Insolvenzverfahren läuft, ist das auch kein Ablehnungsgrund. Ein Ablehnung könnte nur aus Gründen der Bonität erfolgen, wenn der insolvente Kunde bei der Bank wegen eines Kredits vorstellig wird.

Guthabenkonto als Pfändungsschutzkonto eröffnen

Zwar besteht der gesetzliche Anspruch, ein reguläres Girokonto in ein Pfändungsschutzkonto umwandeln zu lassen, aber ein Guthabenkonto kann nicht sofort als P-Konto eröffnet werden. Jedenfalls gibt es dafür keinen gesetzlichen Anspruch. Es liegt im Ermessensspielraum der Bank, diesem Wunsch nachzukommen. Wer dies wünscht, muss zunächst ein Guthabenkonto eröffnen, das dann später von einem Pfändungsschutzkonto abgelöst werden kann.

Online-Banking erlaubt

Online Banking

Die Teilnahme am Online Banking ist mit allen hier vorgestellten Guthabenkonten möglich.

Ein Guthabenkonto bietet dem Kontoinhaber auch die Möglichkeit des Online-Bankings. In dieser Hinsicht gibt es keine Einschränkungen. Der Kunde kann seinen Kontostand und die letzten Buchungen überprüfen. Überweisungen aller Art können auf diese Weise getätigt werden. Immer vorausgesetzt, dass das Konto entsprechend im Plus steht. Manche Banken gestatten es sogar, ein Guthabenkonto als Gemeinschaftskonto zu führen. Das heißt, mehrere Personen können ein gemeinsames Zahlungskonto eröffnen, was beispielsweise bei Lebensgemeinschaften Vorteile mit sich bringen kann.

Kontoeröffnung im Ausland

Ausländische Banken werben im Internet mit Guthabenkonten und Girokonten ohne Schufa Prüfung. Letztere Möglichkeit liegt einfach darin begründet, dass es im Ausland keine Schufa gibt. Aus diesem Umstand kann allerdings nicht geschlossen werden, dass bei ausländischen Banken keine Bonitätsprüfung vorgenommen wird. Die Institutionen, die Auskunft geben können, tragen dort nur andere Namen. Wem in Deutschland ein Guthabenkonto verweigert wurde, ist vielleicht geneigt, sich einer ausländischen Bank anzuvertrauen, um ein Konto ohne Schufa zu eröffnen. Innerhalb der EU sind bargeldlose Zahlungen ähnlich problemlos wie innerhalb eines Landes. Bargeld kann sowieso an jedem Geldautomaten gezogen werden.

Trotzdem ist es ratsam, die Leistung eines deutschen Kreditinstituts in Anspruch zu nehmen. Dafür spricht zum einen der hohe Standard des Verbraucherschutzes in Deutschland, der auch Bankkunden schützt. Zum anderen kann der Kontoinhaber bei einem Guthabenkonto im Ausland bei Konflikten mit einer unsicheren Rechtslage konfrontiert sein, deren Folgen vorher nicht absehbar sind. Ebenso wird von Vermittlern abgeraten, die ein „echtes“ Girokonto offerieren. Und das sogar bei einem negativen Schufaeintrag und ohne die übliche Bonitätsprüfung. Für diese Angebote muss der Kunde dem Vermittler eine hohe Vermittlungsprovision zahlen. Die kontoführende Bank lässt sich das Risiko für das „Konto ohne Schufa“ mit überdurchschnittlich hohen Kontoführungs- und Überweisungsgebühren vergüten.

Eine Ablehnung für ein Guthabenkonto durch ein deutsches Kreditinstitut ist kein Grund zu resignieren. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, sich erfolgreich zur Wehr zu setzen. Schuldnerberatungsstellen können in vielen Fällen helfen. Sowohl die privaten Banken als auch die Sparkassen und die Volks- und Raiffeisenbanken haben Beschwerdestellen, an die abgelehnte Kunden sich wenden können. Die Adressen können bei den Banken selbst erfragt oder im Internet recherchiert werden.